Wir verleihen Flügel
Segelfliegerclub Schwäbisch Hall e.V.

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9. Schwäbisch Haller Flieger-Triathlon

Erste Disziplin - Flugprogramm

Geschleppt wird Richtung Hasenbühl wie gewohnt. Die Ausklinkhöhe ist je nach Flugzeugtyp frei zu wählen. Das Flugprogramm sollte mit einer vorschriftsmäßigen Platzrunde enden! Also keine Stunts in Bodennähe!

Um im Wettbewerb einen guten Platz erreichen zu können, bedarf es einer guten Flugvorbereitung. Deshalb ist beim diesjährigen Flugprogramm ein gleichseitiges Dreieck mit einer Schenkellänge von genau 1000m zu fliegen. Dabei muss das Dreiecks mit einer Wende begonnen werden, die von Süden nach Norden angeflogen wird. Während des Fluges sind Karten oder Skizzen nicht erlaubt. Eine dementsprechende gute Flugvorbereitung ist nötig, um das Dreieck passend zu platzieren, damit es später auch ohne Karte abgeflogen werden kann. Das Dreieck ist beendet, sobald das Flugzeug die Ziellinie am ersten Wendepunkt (in Ost-West Richtung) überflogen hat.

Die Wendepunkte haben einen Durchmesser von 100m, die Richtung muss auf 5 Grad genau geflogen werden.

Derjenige Pilot, der das Referenzdreieck am genauesten getroffen hat, bekommt 100 Punkte, jeder nächstplatzierte Pilot bekommt 5 Punkte weniger. Falls ein Schenkel zu lang oder zu kurz geflogen wird, gibt das pro Schenkel 5 Punkte Abzug.

Für die korrekte Richtung der Schenkel gibt es noch mal 50 Punkte dazu.

Abschließend beenden wir diesen Flug mit einer schönen Ziellandung. Damit diese Landung auch wirklich schön wird, werden nur solche bewertet, bei denen der Sporn zuerst oder gleichzeitig mit dem Hauptrad aufsetzt. Alles andere gibt zero points. Für Jet-Landungen und Bruchlandungen gibt es ebenfalls keine Punkte. Das erste Aufsetzen des Haupt­rades zählt und entscheidet über den Landepunkt.

Bei der Ziellandung gibt es wieder zwei Felder. Maximal sind hier 150 Punkte zu erreichen.

Insgesamt gibt es für die 1. Disziplin also 300 Punkte.

Zu beachten ist, dass im Team jeder diese Disziplin durchführt. Dieser Teil des Triathlons kann im besten Fall 600 Punkte ergeben.

Zweite Disziplin - Seilsalat

Es geschah am hellichten Tag, als das Schleppseil der Einzugsvorrichtung an einer Schleppmaschine riss. Was sollte nun geschehen, damit der Schleppbetrieb nicht zum Erliegen kam? Ein Kamerad, er musste wohl zu den langjährigen Mitgliedern zählen, hatte die geniale Idee ein Seil aus grauer Vorzeit zu benutzen. Dieses Seil war nicht in einem Flugzeug auf einer Rolle aufgewickelt, nein es befand sich im Startwagen. An beiden Enden hatte es Ringpaare und war recht seltsam zusammengeflochten. Es dauerte sehr lange bis dieses geordnete Chaos entdröselt war, oder war man da vielleicht grundsätzlich falsch beim entflechten vorgegangen? Nichts desto trotz konnte sich nach einiger Verzögerung der Schleppzug in die Lüfte erheben. - Der aufmerksame Leser mag jetzt schon das Happy End vermuten, aber leider muss dieser eines besseren belehrt werden. - Denn da war nach Abwurf des Seiles noch eine fast unüberwindbare Aufgabe zu bewältigen. Das Schleppseil musste wieder zurück in den Startwagen. Ein junger Flugschüler nahm sich vorbildlich der Aufgabe an, hatte aber sichtlich Probleme es so zusammenzumachen, dass es eines Schleppseiles würdig war. Nach einigen Versuchen gab unser Held entnervt auf. Das Seil wurde später als nicht zu indentifizierender Knoten im Startwagen wieder gefunden.

Diese Geschichte ist frei erfunden. Jegliche Ähnlichkeiten zu wahren Gegebenheiten sind rein zufällig.

Um trotzdem etwas Übung zu bekommen, dürft Ihr das nun üben:

Ein korrekt geflochtenes Schleppseil ist komplett auszuziehen, und muss komplett vom Boden weg sein. Danach ist das Schleppseil wieder in den ursprünglichen Zustand als geflochtenes Schleppseil zu bringen, so wie es in Fliegerkreisen üblich ist. Das schnellste Team bekommt 100 Punkte, jedes weitere Team bekommt 5 Punkte weniger.

Bei korrekter Ausführung (wenn man es ohne Knoten ausziehen kann) gibt es 100 Punkte dazu.

Insgesamt sind in dieser Disziplin 200 Punkte zu erreichen.

Dritte Disziplin – Styroporflieger

Da wir uns als Segelflieger ja mit Aerodynamik bestens auskennen, werden wir heute unsere eigenen Flugzeuge konstruieren.

Ziel der Aufgabe ist es, aus den vorgegebenen Grundmaterialien ein flugfähiges Flugmodell zu basteln. Am Ende des Tages müssen die Modelle jedes Teams in den Teildisziplinen Strecke und Flugdauer jeweils drei Flüge absolvieren. Pro Teildisziplin wird das beste Ergebnis jedes Teams in die Wertung genommen.

Pro Team darf nur ein Flugzeug gebaut werden. Ausgangsmaterial ist eine Styroporplatte, eine Rolle TesaFilm, und Klebstoff. Es dürfen aber zusätzliche Materialien verwendet werden, um für die nötige Stabilität oder die korrekte Schwerpunktlage zu sorgen. In der Ausführung und dem Design sind Eurer Fantasie keine Grenzen gesetzt. Beachtet aber, dass ein Brett auch ein Profil ist!

Die Styroporflieger werden aus der Hand gestartet und dürfen keinen eigenen Antrieb oder Katapultvorrichtung für Gummiseilstart besitzen. Die Disziplin beginnt nach dem Aufräumen um 17:00 Uhr.

Der insgesamt längste und der weiteste Flug werden mit jeweils 100 Punkten bewertet. Dabei wird die Richtung von der Jury vorher bestimmt. Die Bewertungen aller anderen Strecken und Zeiten werden daraus errechnet. Falls ein Team kein Modell zur Wertung bringt, oder dieses sich in einem nicht mehr flugfähigem Zustand befindet, gilt die komplette Disziplin als nicht abgeschlossen, und wird mit 0 Punkten bewertet. Fall ein Flugzeug in die falsche Richtung fliegt, wird nur die Flugzeit gewertet. Die Summe beider Ergebnisse ist das Gesamtergebnis. Es sind also in dieser Disziplin maximal 200 Punkte zu erreichen.



 

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