Wir verleihen Flügel
Segelfliegerclub Schwäbisch Hall e.V.

www.sfc-hall.de

Geschrieben von: Aurel Butz   
Freitag, den 24. April 2009 um 01:00 Uhr

SFC Startet in die Bundesliga

Minimalziel Mittelfeld - Schieber will 750-Kilometer-Dreieck schaffen

Der SFC startet am Wochenende in die Saison der 1. Segelflug-Bundesliga. In den folgenden 19 Wochen wollen die Haller auf jeden Fall den Klassenerhalt schaffen. Der Vorjahresrang 17 ist das Ziel.

Schwäbisch Hall An diesem Wochenende startet die Segelflug-Bundesliga. Für die Piloten des Haller Segelfliegerclubs (SFC) bedeutet das: In den nun folgenden 19 Wochen in jeder Runde auf den Klassenerhalt setzen. "Die Luft neben den 29 weiteren Erstligisten ist dünner geworden, die Konkurrenz härter", meint SFC-Pilot Dietrich Sinn. Die Tage über Ostern nutzte er als Training - und das nicht ohne Erfolg: Mit einem Geschwindigkeits-Schnitt von 141 Kilometern pro Stunde über einen Zeitraum von zweieinhalb Stunden war er mit seinem Discus 2 am Ostermontag quasi schnellster Segelflieger Deutschlands. Für Sinn ein gutes Omen: "Das macht Mut für die kommende Saison. Ein guter Platz im Mittelfeld ist das Minimalziel für unseren Verein." Den erreichte der SFC auch mit Platz 17 im vergangenen Jahr.

Segelflieger Markus Schieber hofft diesmal sogar auf eine Platzierung unter den Top ten: "Wir sind gut aufgestellt." Denn was zählt, ist die Mannschaft; gewertet werden für die Bundesliga immer die Flüge der jeweils drei besten Piloten eines Vereins.

Schieber selbst bereitete sich vor Ostern in den französischen Alpen auf die Bundesligasaison vor. Rund 3500 Kilometer legte er von Aubenasson aus zurück, obwohl das Wetter durchwachsen war und das Fliegen in unmittelbarer Nähe zu den Gebirgskämmen ungleich anspruchsvoller ist: "Ich konnte an den zehn Tagen einmal 600 Kilometer fliegen, auch wenn ich wirklich besseres Wetter erwartet habe." Diese Distanz will Markus Schieber in der anstehenden Flugsaison unbedingt knacken: "Ein 750-Kilometer-Dreieck, das soll es schon sein." Und zwar von Hall aus, möglichst natürlich in Kombination mit einer guten Bundesliga-Schnittgeschwindigkeit, um auch nächstes Jahr wieder in der ersten Liga starten zu können.

Bei der Segelflug-Bundesliga geht es darum, innerhalb eines zweieinhalbstündigen Zeitfensters eine möglichst weite Strecke zurückzulegen, sprich: einen möglichst hohen Geschwindigkeitsschnitt zu erzielen. An jedem Bundesliga-Wochenende gehen die drei schnellsten Flüge eines Vereins in die Wertung ein, je besser der Verein, desto mehr Punkte. Einen entscheidenden Vorteil hat dieser Modus der Bundesliga: Gestartet werden kann von jedem Flugplatz Deutschlands, sodass jeder Pilot im Heimvorteil ist.

Haller Tagblatt vom 24. April 2009