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Segelfliegerclub Schwäbisch Hall e.V.

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Flugschüler startet zum ersten Alleinflug

Alleine im Cockpit – ist's doch eigentlich am Schönsten

Die Plexiglashaube des doppelsitzigen Twin-Astirs ist geschlossen, jetzt die rechte Hand an den Steuerknüppel; ein letzter Check, alle Ruder sind freigängig. Die linke Hand umfasst den gelben Knuppel in Tischtennisball-Größe. Ein Zug daran, loslassen und schon ist das Schleppseil – die Verbindung zwischen Motormaschine und Segelflugzeug eingeklinkt. Die ganze Konzentration liegt nun auf dem Moment, bis das Schleppflugzeug Schub gibt, loslegt und sich auch das Segelflugzeug mit einem Ruck über die Grasbahn rollt. Eigentlich ist ja alles wie sonst auch - bis auf eine Sache. Etwas ganz entscheidendes.

Denn der zweite Platz in diesem Segelflugzeug hinter Flugschüler Alexander Hofmann bleibt heute frei. Wo normalerweise der Fluglehrer sitzt: nur verzurrte Gurte. Das ist er: der Moment des ersten Alleinflugs, Abheben und endlich fliegen, sehen dass es auch alleine klappt. Und für alle Fälle weiß man: Der Fluglehrer steht am Boden am Funkgerät.

Für Alexander Hofmann war es Ende Juni soweit, als er mit dem Schulungsdoppelsitzer "Twin Astir" zum ersten Mal alleine abhob – und wie üblich gleich noch zwei Alleinflüge dranhängte. Als nächstes stehen Flüge in der einsitzigen Ausführung des "Twin Astirs" an, um Erfahrungen für einen zweiten großen Moment in der Fliegerlaufbahn zu sammeln. Denn dann steht auch ein "erstes Mal" an. Nämlich ein Überlandflug mit Landung auf einem anderen Flugplatz, mindestens 50 Kilometer entfernt. Langweilig wird's so schnell also nicht – auch wenn man im Cockpit nur noch alleine unterwegs ist...

Alleine am Steuerknüppel: Flugschüler Alexander Hofmann (links) nach seinem ersten Soloflug mit dem Schulungsdoppelsitzer

Alleine am Steuerknüppel: Flugschüler Alexander Hofmann (links) nach seinem ersten Soloflug mit dem Schulungsdoppelsitzer "Twin Astir". Wenn die Flugschüler flügge werden heißt das für die Fluglehrer wie Michael Weikert: Am Boden den Überblick behalten und – falls doch mal nötig – per Funk noch noch kleine Hinweise geben