Wir verleihen Flügel
Segelfliegerclub Schwäbisch Hall e.V.

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Runde 6 der Segelflug-Bundesliga (24./25. Mai 2014): Segelfliegerclub Schwäbisch Hall rettet sich mit einem Punkt

Fast vom Winde verweht

Vor wenigen Wochen noch rundenschnellster Bundesligaverein, diesmal auf dem vorletzten Platz gelandet: Die Piloten des Haller Segelfliegerclubs (SFC) punkten sich quer durch das Spektrum, das die Platzierungen unter den 30 Erstligisten zu bieten haben – erreichen mit Rang 12 in der Gesamtwertung aber immerhin noch einen komfortablen Platz im Mittelfeld.

Was war los mit dem Wetter? „Ausgesehen hat’s ganz ordentlich, aber am Samstag bin ich jämmerlich abgesoffen“, meinte Dietrich Sinn. Gestartet ist er auf der Hahnweide für einen Wettbewerb, rund 60 Kilometer südlich von Schwäbisch Hall auf der Alb gelegen. Für den SFC reichte er aber für Sonntag mit einer Bundesliga-Geschwindigkeit von 77 km/h den punktschnellsten Flug von Haller Piloten ein. Und das, obwohl die Hahnweide-Wettbewerbsleitung für seine Startklasse eine 370 Kilometer lange Strecke ausschrieb, die sich auf den ersten Blick gar nicht optimal für die Bundesliga zweitverwerten ließ, sagte Sinn: „Wir mussten viel gegen den Wind fliegen. Als wir erst gegen 13 Uhr losgeflogen sind, hätte ich keinen Pfifferling auf die Thermik verwettet, das reichte mir dann aber trotzdem zum dritten Tagessieger.“

Mit einem Wind-Problem hatte auch SFC-Zweitschnellster Fabian Mugele (250 km, 71 km/h Bundesliga-Schnitt) am Samstag zu kämpfen. Erst am Spätnachmittag konnte er sich aus Hall loseisen und hatte über der Schwäbischen Alb mit niedriger Arbeitshöhe zu kämpfen: „Wenn man nur 700 Meter über Grund hat, muss man einfach öfters Kurbeln.“ – also Zwangspausen einlegen, um erst einmal wieder Höhe zu machen. Um 17 Uhr war es über dem Altmühltal um Eichstädt für eine größere Strecke einfach zu spät: „Noch 110 Kilometer zurück nach Hessental – und das bei frontalem Gegenwind mit 20 km/h.“

Zusammen mit Felix Hüfners Ergebnis (168 km, 48 km/h) gehörte der SFC in dieser sechsten Liga-Runde zu den elf Erstligisten, für die es nur noch einen einzigen Wertungspunkt gab. Zum Vergleich: Der Rundensieger aus dem südbayerischen Königsdorf holte am Samstag bei einem 1.140-Kilometer weiten Flug quer durch die Alpen einen 116er Schnitt heraus. Und hätten die anderen Vereine aus Baden-Württemberg auch nicht die Möglichkeiten des Bundesliga-Reglements genutzt, von anderen Flugplätzen deutschlandweit zu starten und dann auch in die Alpen auszuweichen, wäre das Wochenende für sie nicht so erfolgreich verlaufen.

 

 

Tabelle nach Runde 6:

1.   LSV Burgdorf (84 Punkte)
2.   AC Braunschweig (76)
3.   SFG Donauwörth/Monheim (74)
12. SFC Schwäbisch Hall (45)