Wir verleihen Flügel
Segelfliegerclub Schwäbisch Hall e.V.

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Runde 7 der Segelflug-Bundesliga (31. Mai/1. Juni 2014): Segelfliegerclub Schwäbisch Hall findet immer noch nicht den Anschluss

Zu früh aufgegeben – Abwärtsrausch um vier Ränge

In der Wertung kennt die Bundesliga keine Gnade: Wer sich von den 30 Erstligisten nach einem Wertungswochenende im hinteren Drittel befindet, erhält nur einen Punkt – 19 weniger als der rundenschnellste Verein. Für den Segelfliegerclub Schwäbisch Hall (SFC) rächt sich der 26. Platz prompt. Er rauscht gleich vier Ränge abwärts und ist in der Gesamtwertung nur noch 16.

Die ersten 17 Bundesligisten legten am Wochenende einen Bundesliga-Schnitt von 100km/h je Pilot hin. Im Haller Team kam Dietrich Sinn mit 95 km/h Liga-Schnitt auf seinem 432 Kilometer weiten Flug noch am schnellsten voran. Als einziger SFC-Pilot konnte er seine Route nicht frei wählen, denn als Teilnehmer des Hahnweide-Wettbewerbs musste er die ausgeschriebenen Wendepunkte im Südschwarzwald, bei Bretten und Fronrot genau einhalten. Immerhin konnte er auf einen Turbo setzen: 22 direkte Konkurrenten, alle mit derselben Flugaufgabe, alle gegen die Zeit – das bedeutet Erfolgsdruck. Sinn beendete den Wettbewerb am Samstag auf Rang 8.

 

Knapp neun Stunden verbrachte Dirk Windmüller samstags im Cockpit, um von der Alb über den Schwarzwald in die Rhön zu fliegen: 815 Kilometer, 89 km/h. Ralf Bernhardt (580 km, 89 km/h) entschied sich gleich am Anfang für den Norden Richtung Coburg. „Richtige Entscheidung von Ralf“, kommentierte Felix Hüfner. Mit Markus Schieber zusammen wollte er erst auf die Schwäbisch Alb.

„Dann habe ich die Alb runter zu früh aufgegeben“, sagte Hüfner, „das wäre eindeutig die bessere Option gewesen als Richtung Osten. Im Altmühltal war’s viel schlechter.“ Hüfner und Schieber hatten Pech, schon am Anfang so niedrig fliegen zu müssen, dass sie ihren Wasserballast ablassen mussten. Weniger Wasser bedeutet bessere Manövrierbarkeit. Das ist dann gut, wenn sich die Piloten an schwache Aufwinde klammern müssen oder bei einer Landung im Acker den Flieger nicht unnötig belasten wollen und obendrein einen möglichst kurzen Bremsweg benötigen. Aber fliegt man weiter, dann fehlen die 100 Zusatz-Kilo spürbar, die das Flugzeug beim Geradeausflug schneller machen.

So kommen Schieber zwar auf 603 und Hüfner auf 490 Kilometer, für die Bundesliga sind die beiden diesmal aber zu langsam.

Tabelle nach Runde 7:
1.    LSV Burgdorf (101 Punkte)
2.    SFG Donauwörth-Monheim (85)
3.    SFV Bad Wörishofen (83)
16.  SFC Schwäbisch Hall (46)