Wir verleihen Flügel
Segelfliegerclub Schwäbisch Hall e.V.

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Runde 10 der Segelflug-Bundesliga (21./22. Juni): Segelfliegerclub Schwäbisch Hall landet in Bundesliga auf Rang 20

Durchhalten und nur nicht „verbasteln“

Halbzeit in der Segelflug-Bundesliga: Zehn Runden haben die Piloten des Segelfliegerclubs Schwäbisch Hall (SFC) als Neu-Aufsteiger einigermaßen komfortabel im Mittelfeld der 30 Erstligisten überstanden. Neun Wochenend-Runden sind noch durchzuhalten – und das möglichst ohne Kollisionskurs Richtung Abstiegsplätze. Denn in der Tabelle stehen die Haller Segelflieger nur noch auf Rang 20.

Wenn es bei Bundesliga-Pilot Fabian Mugele nicht so läuft, wie es sollte, merkt man das an der Wortwahl des 20-Jährigen: „Verbastelt“ taucht dann häufig im Vokabular auf, zum Beispiel am Samstag. „Du fliegst eine vorgegebene Wettbewerbs-Aufgabe, verbastelst dich aber derart, indem du dich 30 Minuten lang in niedriger Höhe vor dem Außenlanden retten willst – und in der Zeit ziehen die anderen alle an dir vorbei“, sagte Mugele. Von Walldürn aus startete der Mainhardter für das Hohenloher Vergleichsfliegen: „Bei einer Gesamtflugzeit von nur drei Stunden für die Tagesaufgabe, da schlagen die 30 Minuten voll durch, das ist nicht so berauschend.“

Immerhin konnten am Samstag Ralf Bernhardt mit 82 km/h Bundesliga-Schnitt auf seinem 570 Kilometer weiten Flug und Wikhart Denner (77 km/h, 477 km) von Hall aus für die Bundesliga punkten. Fabian Mugele steuerte am Sonntag mit 85 km/h auf 360 Kilometern den schnellsten Schnitt bei: „Das waren super Bedingungen zum letzten Wertungstag. Wir haben das Wetterfenster über Hohenlohe genutzt, bis Schweinfurt gute Wolken – weiter im Norden wären die breit gelaufen, also zu dicht gewesen. Und im Süden gab’s gar keine Wolken.“ Immerhin, Platz zehn beim Hohenloher Vergleichsfliegen – wenn auch nur 22. Platz und einen Punkt in der Bundesliga-Rundenwertung.

Ähnlich erging es Markus Schieber und Dietrich Sinn: Vom Bayreuth-Wettbewerb wollten sie eigentlich mit der Startfreigabe für die Deutschen Meisterschaften 2015 zurückkehren, doch mit den Plätzen 8 (Sinn) und 13 war die Qualifikation nicht drin.

„Jetzt noch unter die ersten zehn der Bundesliga zu kommen, das denke ich, ist zwar nicht mehr möglich“, schätzt Fabian Mugele ein, „aber wir hatten auch letztes Jahr im August noch super Flüge. Da ist schon noch was möglich.“ Immerhin, sein Jahresziel hat Mugele schon übertroffen, ganz ohne Wettbewerb oder Bundesliga: einen 720 Kilometer weiten Flug zu schaffen.