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Segelfliegerclub Schwäbisch Hall e.V.

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Runde 12 der Segelflug-Bundesliga (5./6. Juli): Segelfliegerclub Schwäbisch Hall kämpft um Punkte

Bei Blubber-Thermik tief eingegraben

Mit heißer Luft ist beim Segelfliegen wenig anzufangen: Genau wie bei den Dampf-Plauderern kann die Thermik ganz schön unzuverlässig sein; und die feuchten Luftpakete sorgen schnell dafür, dass vom Himmel plötzlich gar nichts mehr zu sehen ist. Bezeichnendes Wetter für Runde zwölf der Segelflug-Bundesliga, bei dem die Piloten des Segelfliegerclubs Schwäbisch Hall (SFC) immerhin einen Punkt sammeln konnten, sich dennoch um einen Platz in der Tabelle verschlechterten – nunmehr Rang 21.

Startschwierigkeiten für Felix Hüfner auf seinem 408 Kilometer weiten Flug am Sonntag: Zweimal musste er wieder in Platznähe zurück, die Aufwinde waren zu unsicher. „Nach Norden und Osten sah’s gut aus, also an der Kante der feuchten Luft hoch nach Schweinfurt“, meinte Hüfner und setzte mit diesem Kurs auch auf die Extraportion Rückenwind mit bis zu 30 km/h, „bei Haßfurt habe ich mich total eingegraben, acht Achtel.“ 8/8 bedeutet: geschlossene Wolkendecke und damit auch keine Sonneneinstrahlung mehr, die für Thermik sorgen kann.

 

Dem SFC-Piloten aus Vellberg halfen die topografischen Kenntnisse: „Ich kannte eine Stelle in der Gegend, wenn da der Wind optimal reinbläst, dann geht’s hoch.“ Alter Trick aus der Zeit, als Segelflugpiloten ihr Glück an Berghängen beim Hangsegeln probieren mussten und noch nichts von den Thermik-Aufwinden unter den Wolken wussten. Glück für Hüfner: „Zwar eine dreiviertel Stunde abgekämpft, aber dann wollte ich nur noch heim. Die ganze Warmluftthermik war nur so ein Geblubber, nichts Ordentliches, meine Bundesligaplanung konnte ich vergessen.“ Mit einem Bundesliga-Schnitt von 74 km/h reichte es ihm doch noch zum Drittschnellsten im SFC-Team.

Erfolgreicher waren Dirk Windmüller – ihm reichte es ab Schweinfurt auch einmal großflächig um Nürnberg herum (84 km/h, 541 km) – und Ralf Bernhardt, der sich erst gar nicht weit in den Norden wagte, sondern auf die Schwäbische Alb setzte (76 km/h, 426 km).