Wir verleihen Flügel
Segelfliegerclub Schwäbisch Hall e.V.

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Zweite Segelflug-Bundesliga: SFC schafft nach Spitzenflügen den Klassenerhalt

Oben!

Wenn es brenzlig wird, laufen die Haller Segelflieger zur Bestform auf: Zweitbester  Zweitligist in der letzten Bundesliga-Runde, keiner in Baden-Württemberg ist diesmal schneller. Und in Zahlen? Vom Abstiegs-Rang 24 nonstop nach vorn ins Mittelfeld. Der Segelfliegerclub Schwäbisch Hall (SFC) beendet die Zweitliga auf dem 18. Tabellenplatz. Damit steht fest: Der SFC wird auch kommendes Jahr einer der 30 Zweitligisten bleiben. Mit der Option auf den Aufstieg, falls alles weiterhin so glatt läuft wie am Wochenende.

Knüppel nach vorn und mit 200 km/h davon

„Auch wenn’s abgedroschen klingt, aber das Beste kommt zum Schluss“, kommentierte Dirk Windmüller das finale Liga-Wochenende. 720 km rauschte er am Samstag in weniger als sechs Stunden vom niederbayerischen Straubing bis tief in die Schwäbische Alb, Aufwinde bis in Höhen von 2500 Metern geben den Extra-Push für eine Bundesliga-Schnittgeschwindigkeit 122 km/h.

„Richtung Bayerischer Wald bildete sich eine Konvergenz. Luftmassen strömen zusammen und bilden regelrechte Aufwind-Linien. Die nimmt man als Pilot natürlich mit“, erklärte Windmüller. Heißt im Klartext: Steuerknüppel nach vorne, die „Nase“ des Segelflugzeugs senkt sich, es baut Fahrt auf – und dann rauscht man mit über 200 km/h davon. Die Höhe, die dabei vernichtet wird, spielt keine Rolle, schließlich sorgt die Konvergenz komfortabel für Nachschub.

Ordentlich Ostwind

Und selbst der Wind lässt sich beim Segelfliegen optimal verwerten. „Ordentlich Ostwind, perfekt für unsere Standard-Rennstrecke Regensburg-Heidenheim, das versprach viel Rückenwind“, sagte Windmüller. An dieser Standard-Strecke bedienten sich auch Felix Hüfner (501 Kilometer, 121 km/h) und Markus Schieber, der genau wie Windmüller auf die Schwäbische Alb verlängerte und auf den 665 Kilometern einen Schnitt von 120 km/h hinlegte.

 „Ich bin happy, dass wir drei Flüge in die Wertung bekommen haben“, sagte Dirk Windmüller. Wäre einer dieser drei Flüge nicht gezählt worden, hätten Wikhart Denner, Werner Saur und Jochen Baer ersatzweise punkten können. Die drei Haller starteten sozusagen in zweiter Reihe und flogen zusammen weitere 1270 Kilometer.

Wenn das so bleibt, hat der SFC weiterhin Chancen, oben zu bleiben: „Wir hatten oft einfach zu wenige Piloten, das ist unser Problem. Wenn wir das hinbekommen, sind wir nächstes Jahr gut dabei“, blickt Dirk Windmüller nach vorne.