Wir verleihen Flügel
Segelfliegerclub Schwäbisch Hall e.V.

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Runde 18 der Zweiten Segelflug-Bundesliga (15./16. August): Klassenerhalt für SFC entscheidet sich dieses Wochenende

Letzter Aufruf für den Wackelkandidaten

Verkehrte Welt im Abstiegskampf: Die Piloten des Segelfliegerclubs Schwäbisch Hall (SFC) kamen in der nun vorletzten Zweitliga-Runde auf Platz sieben und konnten sogar als bester Verein aus Baden-Württemberg den dunklen Regenwolken entkommen.

Doch gebracht hat’s nichts – denn die direkten Abstiegskandidaten, die auf den sicheren Tabellenplätzen unmittelbar vor dem SFC liegen – Berlin, Klix, Reinheim – punkteten bei weit besseren Wetterverhältnissen. In Sachen Klassenerhalt bleibt der SFC weiter Wackelkandidat, mit Tabellen-Rang 24 gehört er noch zu den sieben Absteigern. Zwei Punkte Rückstand gilt es in der allerletzten Bundesliga-Runde aufzuholen.

Technikaussetzer: „Waren heute vielleicht genau die drei Punkte, die uns in der Endrunde fehlen“

Ähnlich finster wie die Wolken, die ein kräftiger Südostwind von der Schwäbischen Alb vor sich hertrieb,  auch die Stimmung bei Markus Schieber: Sein GPS fuhr zu langsam hoch und startete die Aufzeichnung der Flugstrecke erst während des Schleppflugs – anstatt schon auf dem Boden, wie es das Bundesliga-Regelwerk verlangt. „Während des Flugs merkte ich natürlich nicht, dass mir die entscheidenden ersten Minuten fehlten“, sagte Schieber.

Das kennt man vom eigenen Handy: Wird die GPS-Funktion einschaltet, dauert’s erst eine Weile, bis alle Satelliten gefunden werden und die Positionsangabe funktioniert. Dieses Problem hatte Markus Schieber am Samstag: Erst während des Flugzeugschlepps zeichnete das GPS des Mainhardter Segelflugpilots die Streckendaten auf – nur wenige Minuten zu spät, sodass sein 325-Kilometer-Flug nicht gewertet werden konnte. Bitter für den SFC, der sich im Abstiegskampf befindet, denn die fehlenden Punkte könnten den Klassenerhalt verhindern. Die Zweite Segelflug-Bundesliga endet dieses Wochenende. Steigt der SFC ab, muss er 2016 in der sogenannten Qualifikations-Liga fliegen.

Wegen des Technikaussetzers ging der 325-Kilometer-Flug des Mainhardters nicht in die Wertung. „Das waren vielleicht genau die drei Punkte, die uns in der Endrunde fehlen könnten“, prognostizierte Schieber.

Dietrich Sinn, mit dem Markus Schieber zusammen die Strecke zwischen Neckarwestheim und Würzburg flog, holte einen Schnitt von 80 km/h heraus.

„Das Kraichgau ging thermisch noch gut, dann war’s mühsam, zum Schluss hatten wir ab Rothenburg keine Chance mehr gegen den Wind“, meinte Dietrich Sinn. „300 Höhenmeter fehlten uns noch über dem Kreuz Feuchtwangen – und das abends, als es in Hall schon regnete“, ergänzte Schieber. Also notgedrungen zurückfliegen, in Rothenburg landen und sich nach Hall zurückschleppen lassen.

Dirk Windmüller schaffte es zwischen Heilbronn und dem Altmühltal auf 265 Kilometer mit einem 77-km/h-Schnitt auch wieder nach Hall zurück.