Wir verleihen Flügel
Segelfliegerclub Schwäbisch Hall e.V.

www.sfc-hall.de

2015

Runde 15 der Zweiten Segelflug-Bundesliga und Auftakt zum Hohenloher Vergleichsfliegen (25./26. Juli)

Erst neutralisiert, dann sportliche Sprints

Nach fünf Jahren ist Schwäbisch Hall wieder Austragungsort des Hohenloher Vergleichsfliegens: 20 Segelflugzeuge starteten am Wochenende in die erste Runde des Wettbewerbs, der diesen Sonntag endet.

Samstag noch war das Wetter zu schlecht, der Tag musste „neutralisiert“ werden, wie das im Flieger-Sprech heißt. Am Sonntag dann Strecken zwischen 213 und 283 Kilometer, über Ostalb und Altmühltal, die fast alle Piloten schafften. Dazu Schnittgeschwindigkeiten, die bis knapp an die 100 km/h heranreichten. Denn im Vergleich zur Segelflug-Bundesliga, wo jeder Pilot seine eigene Flugstrecke wählt, ist im Wettbewerb der Druck ein anderer, wenn alle innerhalb einer Wertungsklasse denselben Kurs haben und sich unmittelbar in Sichtweite befinden.

Das GPS verzeiht keinen Fehler

Aber gleichzeitig dürfen sich die Piloten beim Blick aus der Plexiglashaube nicht täuschen lassen: Die technisch am meisten ausgereiften Flugzeuge werden in der Wertung quasi künstlich schlechter gerechnet – es gibt einen genormten Index – um auch Piloten auf leistungsschwächeren Segelflugzeugen realistische Siegchancen zu ermöglichen.

Weiterlesen...
 

Runde 13 der Zweiten Sgelflug-Bundesliga (11. / 12. Juli): Segelfliegerclub Schwäbisch Hall wühlt sich vor

Abstieg hinauszögern

In sechs Wochen endet die Zweite Segelflug-Bundesliga. Und auf den letzten Drücker versuchen die Haller Segelflieger, ihren Rückstand aufzuholen – diesmal mit Platz 10. Vom derzeit viertletzten Tabellenplatz fehlen noch überschaubare sieben Punkte zum Klassenerhalt.

Vorgelegt hatte am Samstag Dietrich Sinn, 81km/h-Schnitt auf seinem 405-Kilometer-Flug in den Schwarzwald. „Eine grandiose Luft“, wenn Segelflieger ins Schwärmen geraten, hört sich das so an: „Am Nachmittag kam kühlere Luft rein, Steigwerte wie im Aufzug 2-3 Meter pro Sekunde.“ Der Rückenwind vom Schwarzwald über die Alb entpuppte sich jedoch als „starkes Holz“, und dann war da ja noch die feuchte Luft im Osten mit ihrer trägen Thermik: „aus 2.500 Metern Höhe ging’s eigentlich nur noch runter.“ Endstation auf dem Flugplatz in Blaubeuren.

Am Sonntag legten Felix Hüfner (80 km/h auf 251 km Flugstrecke) und Werner Saur nach. Schnellster SFC- schraubte sich Pilot Saur immer wieder bis auf 2.500 Meter Höhe hoch, sozusagen der Anlauf, um dann mit über 200 Km/h auf Ost-West-Kurs nach Regensburg zu sprinten – bis zur nächsten Aufwindzone.

 


 

Runde 12 der Zweiten Segelflug-Bundesliga (4. / 5. Juli): Heißem Wetter 4 Punkte abgetrotzt

Hitzestau

Immer noch fliegt der Segelfliegerclub Schwäbisch Hall (SFC) dieses Jahr in der Zweiten Bundesliga permanent hinterher, tief eingegraben auf dem drittletzten Tabellenrang. Und nach diesem Hitze-Wochenende hat sich daran auch nichts geändert.

Dazu sucht der SFC händeringend nach Piloten. Gerade bei Hitze wird Segelfliegen im engen Cockpit zur persönlichen Belastungsgrenze. Auf der andern Seite scheinen sieben Runden bis zum Ende der Ligasaison noch sehr weit weg zu sein. Oder, um die Rechnerei zu starten: Bei aktuell zehn Punkten Rückstand, um aus der Abstiegszone rauszudriften, sehen die Haller Piloten noch keinen Grund für eine Punktejagd um jeden Preis.

Am „coolsten“ schnitt am Wochenende Dirk Windmüller ab. Er versuchte am Sonntag, die vertrackte Lage des SFC im Alleingang zu retten. Ein Job, ähnlich schweißtreibend wie der des Helden eines Action-Streifens: Denn gerade die Minuten vor dem Start sind am heftigsten. Der 5-Punkt-Gurt eingeklickt, straff bis auf Anschlag, um bei Thermik-Schüttlern im Sitz zu bleiben. Im Rücken der Fallschirm-Rucksack – keine komfortable Luftzirkulation, stattdessen eher ein Wärmepolster. Durch die Plexiglashaube knallt die Sonne – und die Sekunden, bis die Schleppmaschine anrollt, das Seil spannt und auch das Segelflugzeug hinterherhoppelt, sind endlos.

Weiterlesen...
 

Runde 11 der Zweiten Segelflug-Bundesliga (27./28. Juni): Haller Segelflieger wieder unter den ersten Zehn

Rückstand ausbügeln

Acht Runden vor Ende der zweiten Bundesliga fliegen die Haller Segelflieger in genau der Aufwindzone, wo sie hinmöchten: Mit Platz 7 eine Top-Ten-Platzierung der 30 Zweitligisten. Doch eine Wertung macht noch keine Tabelle – denn dort hängt der Segelfliegerclub Schwäbisch Hall (SFC) immer noch auf dem drittletzten Rang. Wie schaffen es die SFC-Piloten, den Rückstand der bisherigen Saison auszubügeln?

Am besten wie am Sonntag: Fünf Segelflieger starteten für die Bundesliga. Eine komfortable Situation, denn für eine Wertung braucht es lediglich drei, Piloten deren Geschwindigkeitsschnitt zählt. Und das auch nicht über den kompletten Flug hinweg, sondern über ein zweieinhalbstündiges Wertungsfenster. Die Rechnerei übernimmt letztlich der Computer auf Basis des per Satellitendaten aufgezeichneten Flugwegs.

100 Liter Wasser in den Tragflächentanks, nur 1 Liter Wasser für den Piloten

Als Dirk Windmüller am Sonntag gegen 11 Uhr startet, schwappen in den Flügel-Tanks seiner ASG 29 E (Spannweite 18 Meter) ordentliche 100 Liter Wasserballast, die das Leergewicht von etwa 300 Kilogramm gut erhöhen. Das Zusatz-Gewicht bringt auf Geradeaus-Strecken mehr Geschwindigkeit, ohne dass das Segelflugzeug dafür unnötig an Höhe verliert. Für sich selbst zu Trinken hat Windmüller nur einen Liter dabei: „Da bin ich wirklich sehr genügsam.“ Gewohnheitssache eben.

Gleich geht’s los: Dirk Windmüller in seinem Segelflugzeug vom Typ ASG 29 E. In den Tragflächentanks befinden sich insgesamt 100 Liter Wasserballast, deshalb kommt auch das Stützrädchen (in Bild 1 zu sehen) an der Tragflächenunterkante zum Einsatz. Normalerweise werden Tragflächen vor dem Starten ins Gras gelegt; damit das Wasser aber nicht von einem Tragflächentank in den auf der gegenüberliegenden Seite läuft und den Schwerpunkt unnötig  ändert, sorgt das Rädchen für den Ausgleich und wir vom Helfer rechtzeitig entfernt.

Auch, wenn es bei der Rückkehr spät wird: Nach 769 Kilometern, die Dirk Windmüller über Eisenach und in die Ecke des großen Arbers unmittelbar vor der tschechischen Grenze geführt hat, schwebt der Segelflugzeug-Pilot aus Schwäbisch Hall kurz vor den 20-Uhr-Nachrichten in Hessental wieder ein.

Weiterlesen...
 

Runde 9 der Zweiten Segelflug-Bundesliga (13./14. Juni): Haller Segelflieger finden vorläufig wieder zu ihrer Form

Bremsklappen wieder eingefahren

Fünfter Platz am Wochenende, 16 Punkte mehr auf dem Konto und einen Tabellenplatz verbessert: Als ob ein Schalter umgelegt ­­wäre, fliegen die Piloten des Segelfliegerclubs Schwäbisch Hall (SFC) ihr bestes Ergebnis dieser Saison ein.

Später Sonntagvormittag, der Blick zum Himmel plus die eigenen Erfahrungswerte geben Dirk Windmüller den Ausschlag für die Flugplanung. „Für die Schwäbische Alb sagt der Bericht Gewitter voraus und im Norden haben wir noch eine Abschirmung.“ Bleiben also noch West und Ost.

Starthilfe: Felix Hüfner (links) klinkt das Schleppseil in Wikhart Denners einsitzige Kestrel ein. Dann noch eine kräftige Zug- und Ausklinkprobe und der Schleppzug kann starten.

Weiterlesen...
 
<< Start < Zurück 1 2 3 4 Weiter > Ende >>

Seite 2 von 4